SESSION 2020

Et Hätz schleiht im Veedel

Diese Session steht das Veedel im Mittelpunkt! „Et Hätz schleiht em Veedel” ist das Motto für die Kölner Karnevalssession 2020. Das hat das Festkomitee Kölner Karneval bekanntgegeben. Damit rückt das Festkomitee die kölschen Stadtviertel bewusst in den Blickpunkt der Öffentlichkeit – in der Karnevalszeit, aber auch darüber hinaus. „Die Veedel sind die Keimzelle aller Karnevalsaktivitäten”, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Hier sind unzählige Karnevalsgesellschaften aktiv, hier haben aber auch der Schulkarneval und die Pfarrsitzungen ihr zu Hause. Quer durchs Veedel geht der handgemachte Zoch, der die Menschen schon Monate vorher zusammenbringt, um Kostüme zu schneidern und Wagen zu bauen. Und nicht zuletzt steht hier die Kneipe op d’r Eck, in der man am Abend ‘En uns’rem Veedel’ anstimmt und mit Nachbarn feiert.” Hier, em Veedel, entstand der Karneval.

 

Dadurch dass der Karneval im Veedel so intensiv gefeiert wird, reicht seine soziale Strahlkraft weit über die fünfte Jahreszeit hinaus. Man kennt sich aus der Karnevalsgesellschaft, vom Veedelszoch, in dem sich Schulen und Vereine einreihen, vom gemütlichen Schunkeln in der Stammkneipe: Dabei wachsen die Verbindungen zwischen verschiedenen sozialen Schichten und unterschiedlichen Generationen, die den Karneval als Brauchtum so besonders machen.

 

Doch das Sessionsmotto ist nicht nur eine Hommage an die 86 kölschen Veedel, es soll den vielen karnevalistischen Aktivitäten in den Stadtvierteln auch Rückenwind geben – vor allem den rund 50 Zügen, die zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag in Köln stattfinden. Hier wird das Brauchtum ganz unmittelbar gelebt und völlig selbstverständlich auch an die nächste Generation weitergegeben. Diese Züge werden vom Festkomitee seit zwei Jahren vermehrt unterstützt, etwa durch Workshops, bei denen Genehmigungsverfahren genauso erörtert werden wie Sicherheitsauflagen und Versicherungsfragen. Dabei ist bislang nur ein Teil der Züge im Festkomitee organisiert. „Das spielt für uns keine Rolle, denn die Schulen, Kirchengemeinden und unzähligen Privatpersonen leisten zusammen mit den uns angeschlossenen Karnevalsgesellschaften für den Karneval in Köln eine unglaubliche Arbeit und erhalten so die Vielfalt des Fastelovends”, lobt Christoph Kuckelkorn. „Dafür sagen wir mit dem Sessionsmotto ausdrücklich Danke.”

 

Zugleich möchte das Festkomitee mit dem Sessionsmotto „Et Hätz schleiht em Veedel” auch dafür werben, den Karneval und die Veedelskultur in der eigenen Nachbarschaft zu entdecken. Denn nicht nur auf den großen Sitzungen der Gesellschaften kann man das Fastelovend-Gefühl spüren. „Im eigenen Veedel schunkelt man mit Freunden und Familie und lernt so ganz nebenbei den Nachbarn oder die anderen Eltern aus der Grundschule besser kennen”, weiß Festkomitee-Präsident Kuckelkorn. „Wer gerade an den Straßenkarnevalstagen Alternativen zu Altstadt und Zülpicher Straße sucht, der muss nur etwas genauer hinsehen – in jedem echt kölschen Veedel wird wunderbar gefeiert, direkt vor der Haustür.

 

Eine Auflistung aller Dreigestirne, Kinderdreigestirne und der Motti seit 1823 finden Sie hier:

TERMINE

KARNEVALSZÜGE

D’r Zoch kütt!

– wenn dieser Ruf durch die Straßen schallt, ist die Stimmung beim Straßenkarneval auf dem Höhepunkt der jecken Session! Hunderttausende Menschen stehen auf den Straßen, wenn dutzende Zöch durch die Kölner Stadtviertel ziehen, wenn am Karnevalssonntag die Schull- und Veedelszöch durch die Innenstadt laufen und der Kölner Rosenmontagszug in jedem Jahr von über einer Million Menschen begeistert gefeiert wird.

Hier finden Sie alle uns vorliegenden Informationen zu den Zügen in den Stadtvierteln, zu den Schull- und Veedelszöch und zum Kölner Rosenmontagszug.

Feiern Sie mit, wir wünschen Ihnen vill Spass an d’r Freud!

Der Rosenmontagszug setzt den Höhepunkt jeder karnevalistischen Session in Köln.

Über eine Million Menschen drängen an Rosenmontag in die Stadt, um den Zug zu erleben. Das jährlich wechselnde Sessionsmotto zieht sich durch den gesamten Zug hindurch und ist immer wieder zu erkennen. Populäre und aktuelle Themen aus Politik, Sport, Wirtschaft aber auch Gesellschaft und Stadtleben werden anhand der Persiflagewagen parodiert. Fest- und Prunkwagen repräsentieren den Stolz und Prunk des Karnevals und seiner zugehörigen Gesellschaften. Die Gesellschaften mit ihren bunt kostümierten Mitgliedern und Tanzgruppen, die Traditionskorps in ihren Uniformen mit den Kutschen und Prunkwagen, die stattlichen Reiterkorps, die vielen Kapellen und Spielmannszüge aus Deutschland und den Nachbarländern ziehen 3,5 Stunden an den Zuschauern vorbei, werfen Kamelle und Schokolädcher, verteilen Bützje und Strüßje und feiern sich und ihre Stadt. Das Dreigestirn  – Prinz, Bauer und Jungfrau – zeigt sich zum letzten Mal in der Session seinem närrischen Volk. Wenn der Schrei tönt „Dr Prinz kütt“, ist der Schluss- und Höhepunkt des Zuges erreicht. Alles Wichtige rund um den Höhepunkt der Karnevalssession steht in der Rosenmontagszeitung.

 

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Jedes Jahr an Weiberfastnacht veranstaltet der Reiter-Korps „Jan von Werth“ ein Historienspiel am Severinstor (Chlodwigplatz) mit anschließendem Zug. Erzählt wird die Legende um Jan un Griet. Jan war ein einfacher Knecht, der sich in Griet, eine ebenso einfache Magd verliebt und sie heiraten möchte. Ihr aber ist Jan nicht gut genug. Jan ist so enttäuscht, dass er den Bauernhof verlässt und in den Krieg zieht.

Als hoch dekorierter General kehrt er 1637 hoch zu Ross nach Köln zurück. Als er durch die Severinstorburg einzieht, trifft er auf Griet, die dort Äpfel und Kastanien verkauft. Sie erkennt ihn nicht, aber er hält ein und sagt zu ihr den Berühmten Satz (in hochdeutscher Übersetzung): Griet, wenn du es doch getan hättest! Sie antwortet: Wenn ich es gewusst hätte!

Die Legende gehört zu Köln wie der Dom, das Kölsch und der Rhein und so ist es immer wieder ein Erlebnis, die Straßenumzüge mit dem Traditionellen Spiel um Jan un Griet zu eröffnen.

 

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Am 11. Februar 2018 ziehen wieder ab 11:11 Uhr die Schull- un Veedelszöch duch die Kölner Innenstadt. Unter der Schirmherrschaft der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums sind ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Mit über 8.000 aktiven Teilnehmern ziehen sie am Karnevalssonntag auf dem Zugweg des Rosenmontagszuges durch die Stadt – und mehr als 250.000 Jecke am Straßenrand sind jedes Jahr dabei.

Das Markenzeichen der Schull- un Veedelszöch sind die ausgefallenen, bunten, selbstgemachten Kostüme der Gruppen und die oftmals (gesellschafts-)kritischen Themen und Gruppenmottos. Zahlreiche Musikgruppen sorgen zusätzlich für gute Stimmung. Längst finden sich neben Veedelsvereinen und Schulle auch Stammtische, Sportvereine und große Familien in diesem bunten durch viel Einfallsreichtum und Witz geprägten Umzug. Ein besonders schöner Brauch: Die durch eine Jury ermittelten besten Gruppen der Veedelszöch dürfen am Tag darauf beim Rosenmontagszug mitgehen.

 

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Der Sternmarsch der Veedelsvereine ist eine der stimmungsvollsten Nachtveranstaltungen im Kölner Karneval, jedes Jahr veranstaltet vom Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums. Seit 1998 ziehen 44 Kölner Veedelsvereine am späten Karnevalsfreitag vom Eisenmarkt, Heumarkt, Laurenzplatz und dem Bollwerk auf den Alter Markt, um vor stimmungsvoller Kulisse das zu tun, was im Karneval am meisten Spaß macht: gemeinsam zu feiern! Über 1.000 Jecke feiern dort begeistert die Auftritte von vielen bekannten Kölner Stars.

 

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Als wegen des 2. Golfkriegs der Kölner Rosenmontagszug 1991 ausfiel, sollte auf der üblichen Strecke des Rosenmontagszugs eine Anti-Golfkriegs-Demonstration stattfinden. Letztlich gingen Antikriegs-Demonstranten und Karnevalisten gemeinsam durch die Kölner Innenstadt. Das war die Geburtsstunde des heutigen Geisterzuges, seitdem zieht er als Teil des Alternativen Karnevals jedes Jahr am Karnevalssamstag durch die Innenstadt.

Im Geisterzug kann jeder spontan und ohne vorherige Anmeldung als Geist oder dunkle Gestalt durch die Straßen der Kölner Innenstadt ziehen. Der Zug steht jedes Jahr unter einem Motto, das in der Regel von aktuellen politischen Ereignissen inspiriert ist. Der Zugweg wird so gewählt, dass er an Orten vorbeiführt, die mit diesem Thema in Verbindung stehen. Er wechselt demnach jährlich und wird bewusst so gelegt, dass Fahrzeuge nicht teilnehmen können. Auch elektrische Musik ist nicht erwünscht.

Der Geisterzug wird von dem Verein Ähzebär un Ko e.V. organisiert und durch das Festkomitee seit vielen Jahren finanziell unterstützt.

Weitere Infos unter: www.geisterzug.de