SESSION 2019

Uns Sproch es Heimat

Mit dem Motto der Session 2019 „Uns Sproch es Heimat” rückt die kölsche Sprache in den Fokus vieler karnevalistischer Aktivitäten – so etwa beim Rosenmontagszug, aber auch bei Sitzungen, in Liedtexten oder im Kinder- und Jugendkarneval. Insbesondere dürfen sich die Jecken auf die Redner auf den Kölner Karnevalsbühnen freuen, die das Motto mit Leben füllen werden. „Sprache ist die Basis für das Miteinander in jeder Gesellschaft. Sie stiftet Identität und Gemeinschaftsgefühl. Gerade die kölsche Sprache lässt Sprecher und Zuhörer enger zusammenrücken”, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Gleichzeitig ist das Sessionsmotto eine Einladung an all jene, die kein Kölsch sprechen, unsere Sprache und damit auch unsere Lebensart besser kennen zu lernen.”

„Man muss gar nicht viel Kölsch können, um in Köln das warme Gefühl von Heimat zu spüren”, betonte Zugleiter Alexander Dieper bei der Mottovorstellung im Rosenmontagszug 2018. „Wer am Rand des Rosenmontagszuges steht und laut ‚Kamelle’ ruft, wird schnell das kölsche Lebensgefühl erleben. Die offene und direkte Art der Kölschen, die sich in der Sprache besonders intensiv zeigt, lässt auch Fremde schnell bei uns heimisch werden – und sei es nur für einige wunderbare Momente in der Karnevalszeit.”

Hinter dem Motto steckt auch die Aufforderung, die kölsche Sprache besser kennenzulernen. Das gilt gleichermaßen für Kölner, die im Alltag vielleicht eher Hochdeutsch sprechen, wie für Menschen, die nicht in Köln geboren sind. „Worte wie Alaaf, Kamelle und Fastelovend sind schnell gelernt”, erklärt Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „Egal ob bei einer Sitzung oder im Straßenkarneval – wer sich ein bisschen auf die kölsche Sprache einlässt, wird sofort spüren, warum sie für die Menschen in Köln ein so wichtiges Stück Heimat bedeutet.”

Die Stadt Köln ist für über eine Million Menschen der Ort, an dem sie leben, arbeiten und nicht zuletzt auch Karneval feiern. Sie stammen aus über 180 Ländern und jeder von ihnen verbindet mit Heimat und Muttersprache etwas anderes. Dennoch sehen viele von ihnen ihre Heimat längst in Köln, und Sprache ist ein wichtiger Teil dieser kölschen Lebensart. Um es mit den Worten der Kölner Band Miljö zu sagen: “Doch et es nit nor en Sproch, et es nit nor Zohus, en Levvensaat, die stirv su schnell nit us.” (MILJÖ: Su lang die Leechter noch brenne)

 

Eine Auflistung aller Dreigestirne, Kinderdreigestirne und der Motti seit 1823 finden Sie hier:

TERMINE

KARNEVALSZÜGE

D’r Zoch kütt!

– wenn dieser Ruf durch die Straßen schallt, ist die Stimmung beim Straßenkarneval auf dem Höhepunkt der jecken Session! Hunderttausende Menschen stehen auf den Straßen, wenn dutzende Zöch durch die Kölner Stadtviertel ziehen, wenn am Karnevalssonntag die Schull- und Veedelszöch durch die Innenstadt laufen und der Kölner Rosenmontagszug in jedem Jahr von über einer Million Menschen begeistert gefeiert wird.

Hier finden Sie alle uns vorliegenden Informationen zu den Zügen in den Stadtvierteln, zu den Schull- und Veedelszöch und zum Kölner Rosenmontagszug.

Feiern Sie mit, wir wünschen Ihnen vill Spass an d’r Freud!

Der Rosenmontagszug setzt den Höhepunkt jeder karnevalistischen Session in Köln.

Über eine Million Menschen drängen an Rosenmontag in die Stadt, um den Zug zu erleben. Das jährlich wechselnde Sessionsmotto zieht sich durch den gesamten Zug hindurch und ist immer wieder zu erkennen. Populäre und aktuelle Themen aus Politik, Sport, Wirtschaft aber auch Gesellschaft und Stadtleben werden anhand der Persiflagewagen parodiert. Fest- und Prunkwagen repräsentieren den Stolz und Prunk des Karnevals und seiner zugehörigen Gesellschaften. Die Gesellschaften mit ihren bunt kostümierten Mitgliedern und Tanzgruppen, die Traditionskorps in ihren Uniformen mit den Kutschen und Prunkwagen, die stattlichen Reiterkorps, die vielen Kapellen und Spielmannszüge aus Deutschland und den Nachbarländern ziehen 3,5 Stunden an den Zuschauern vorbei, werfen Kamelle und Schokolädcher, verteilen Bützje und Strüßje und feiern sich und ihre Stadt. Das Dreigestirn  – Prinz, Bauer und Jungfrau – zeigt sich zum letzten Mal in der Session seinem närrischen Volk. Wenn der Schrei tönt „Dr Prinz kütt“, ist der Schluss- und Höhepunkt des Zuges erreicht. Alles Wichtige rund um den Höhepunkt der Karnevalssession steht in der Rosenmontagszeitung.

 

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Jedes Jahr an Weiberfastnacht veranstaltet der Reiter-Korps „Jan von Werth“ ein Historienspiel am Severinstor (Chlodwigplatz) mit anschließendem Zug. Erzählt wird die Legende um Jan un Griet. Jan war ein einfacher Knecht, der sich in Griet, eine ebenso einfache Magd verliebt und sie heiraten möchte. Ihr aber ist Jan nicht gut genug. Jan ist so enttäuscht, dass er den Bauernhof verlässt und in den Krieg zieht.

Als hoch dekorierter General kehrt er 1637 hoch zu Ross nach Köln zurück. Als er durch die Severinstorburg einzieht, trifft er auf Griet, die dort Äpfel und Kastanien verkauft. Sie erkennt ihn nicht, aber er hält ein und sagt zu ihr den Berühmten Satz (in hochdeutscher Übersetzung): Griet, wenn du es doch getan hättest! Sie antwortet: Wenn ich es gewusst hätte!

Die Legende gehört zu Köln wie der Dom, das Kölsch und der Rhein und so ist es immer wieder ein Erlebnis, die Straßenumzüge mit dem Traditionellen Spiel um Jan un Griet zu eröffnen.

 

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Am 11. Februar 2018 ziehen wieder ab 11:11 Uhr die Schull- un Veedelszöch duch die Kölner Innenstadt. Unter der Schirmherrschaft der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums sind ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Mit über 8.000 aktiven Teilnehmern ziehen sie am Karnevalssonntag auf dem Zugweg des Rosenmontagszuges durch die Stadt – und mehr als 250.000 Jecke am Straßenrand sind jedes Jahr dabei.

Das Markenzeichen der Schull- un Veedelszöch sind die ausgefallenen, bunten, selbstgemachten Kostüme der Gruppen und die oftmals (gesellschafts-)kritischen Themen und Gruppenmottos. Zahlreiche Musikgruppen sorgen zusätzlich für gute Stimmung. Längst finden sich neben Veedelsvereinen und Schulle auch Stammtische, Sportvereine und große Familien in diesem bunten durch viel Einfallsreichtum und Witz geprägten Umzug. Ein besonders schöner Brauch: Die durch eine Jury ermittelten besten Gruppen der Veedelszöch dürfen am Tag darauf beim Rosenmontagszug mitgehen.

 

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Der Sternmarsch der Veedelsvereine ist eine der stimmungsvollsten Nachtveranstaltungen im Kölner Karneval, jedes Jahr veranstaltet vom Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums. Seit 1998 ziehen 44 Kölner Veedelsvereine am späten Karnevalsfreitag vom Eisenmarkt, Heumarkt, Laurenzplatz und dem Bollwerk auf den Alter Markt, um vor stimmungsvoller Kulisse das zu tun, was im Karneval am meisten Spaß macht: gemeinsam zu feiern! Über 1.000 Jecke feiern dort begeistert die Auftritte von vielen bekannten Kölner Stars.

 

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Als wegen des 2. Golfkriegs der Kölner Rosenmontagszug 1991 ausfiel, sollte auf der üblichen Strecke des Rosenmontagszugs eine Anti-Golfkriegs-Demonstration stattfinden. Letztlich gingen Antikriegs-Demonstranten und Karnevalisten gemeinsam durch die Kölner Innenstadt. Das war die Geburtsstunde des heutigen Geisterzuges, seitdem zieht er als Teil des Alternativen Karnevals jedes Jahr am Karnevalssamstag durch die Innenstadt.

Im Geisterzug kann jeder spontan und ohne vorherige Anmeldung als Geist oder dunkle Gestalt durch die Straßen der Kölner Innenstadt ziehen. Der Zug steht jedes Jahr unter einem Motto, das in der Regel von aktuellen politischen Ereignissen inspiriert ist. Der Zugweg wird so gewählt, dass er an Orten vorbeiführt, die mit diesem Thema in Verbindung stehen. Er wechselt demnach jährlich und wird bewusst so gelegt, dass Fahrzeuge nicht teilnehmen können. Auch elektrische Musik ist nicht erwünscht.

Der Geisterzug wird von dem Verein Ähzebär un Ko e.V. organisiert und durch das Festkomitee seit vielen Jahren finanziell unterstützt.

Weitere Infos unter: www.geisterzug.de