Zugleiter Christoph Kuckelkorn präsentiert Entwürfe für Rosenmontag

In der Wagenbauhalle des Kölner Rosenmontagszuges gehen derzeit nur selten die Lichter aus. Es wird kräftig gewerkelt, denn in gut zwei Wochen ist der Höhepunkt der Session erreicht. Zugleiter Christoph Kuckelkorn gab heute schon einmal einen kleinen Ausblick auf den Zoch, der sich 2016 natürlich in vielerlei Hinsicht um das Sessionsmotto „Mer stelle alles op der Kopp” dreht. Interessierten Medienvertretern präsentierte er die Entwürfe, die wie immer all das widerspiegeln, was die Kölner derzeit bewegt.

Dazu gehören internationale und bundespolitische Themen ebenso wie Köln und die kölschen Eigenarten. Dementsprechend reicht die Palette der Persiflagewagen von den sehr wörtlich genommenen „harten Nüssen”, die Angela Merkel derzeit zu knacken hat über den VW-Skandal bis hin zu den unappetitlichen Wildpinklern, die selbst vor dem Dom nicht haltmachen. Viele sehr unterschiedliche Geschehnisse der vergangenen Monate – vom Opern-Debakel über die Bürgermeisterwahl bis Silvester – bringt ein Mottowagen auf den Punkt, der Mutter Colonia mit einer zerbrochenen rosaroten Brille zeigt. „Der Blick auf unsere Stadt, die wir Kölner ja so gerne als die schönste und tollste auf der Welt bezeichnen, ist ein anderer geworden”, so Kuckelkorn.

Natürlich wurde der Zugleiter auch darauf angesprochen, ob er nach den Ereignissen in der Silvesternacht einen Schatten über dem Zug liegen sehe. „In schwierigen Zeiten wie etwa nach dem Krieg oder auch bei Wirtschaftskrisen wurde der Karneval immer besonders intensiv gefeiert, weil die Menschen auch mal eine Auszeit brauchen”, so Christoph Kuckelkorn. „Deshalb erwarte ich in diesem Jahr einen besonders fröhlichen und ausgelassenen Zug.”