Videokameras im Zoch sollen Straftäter abschrecken

  • Sicherheit im Fokus: Reiterkorps werden von Kameras begleitet, die den kompletten Zugweg aufnehmen
  • Pferde und Reiter sollen vor Einflüssen von außen geschützt werden
  • Datenschutz gewährleistet: Videosequenzen werden unmittelbar nach Zugende gelöscht

Beim Kölner Rosenmontagszug werden in diesem Jahr erstmals Kameras eingesetzt, die die Sicherheit der Zugteilnehmer unterstützen und etwaige Straftäter abschrecken sollen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Reitergruppen, die von den Wagen unmittelbar vor und nach der jeweiligen Gruppe gefilmt werden. Anhand des erstellten Filmmaterials soll es der Polizei erleichtert werden, Personen zu identifizieren, die Pferde oder Reiter bewerfen oder anderweitig den Ablauf des Zuges stören. „Wir erhoffen uns von den Maßnahmen eine abschreckende Wirkung”, erklärt Zugleiter Alexander Dieper. „Nach dem Vorfall im Vorjahr, bei dem Pferde einer Kutsche durchgegangen sind, wollen wir aber Pferde und Reiter nicht nur maximal ausbilden und schulen, sondern auch so gut es geht vor Einflüssen von außen beschützen.”

Selbstverständlich werden alle Aufnahmen vom Zugweg unmittelbar nach Ende des Zuges unwiederbringlich gelöscht. „Die Videosequenzen werden nur dann an die Polizei übergeben, wenn ein konkreter Anlass vorliegt”, so Alexander Dieper. „Der Datenschutz für Teilnehmer und Zuschauer wird dabei selbstverständlich sichergestellt. In diesem Punkte haben wir uns intensiv juristisch beraten lassen, da wir natürlich sensibel mit den Aufnahmen umgehen wollen und sie keinen anderen Nutzen für uns haben als einen verbesserten Schutz vor Übergriffen.” Vor dem Zoch werden die Zuschauer auf die Videoaufnahmen hingewiesen, außerdem können sich Besucher des Rosenmontagszuges telefonisch unter 0221-5740074 melden, wenn sie Fragen zur Verwendung der Aufnahmen haben.