Höhepunkt des Kölner Karnevals: Entspannter Rosenmontag nach stürmischem Beginn

• Trotz Wetterkapriolen relativ entspannter Rosenmontagszug
• Insgesamt weniger Vorfälle am Rand des Zuges
• Motto der Session 2020 bereits enthüllt: „Et Hätz schleiht em Veedel”

Um 18:23 Uhr fand der Kölner Rosenmontagszug einen mehr als versöhnlichen Abschluss: Prinz Marc I. erreichte unter dem Jubel der Zuschauer das Ziel in der Mohrenstraße. Nach stürmischen Böen am Vormittag und einigen Regenschauern hatte sich das Wetter gebessert und Hunderttausende Jecken an den Zugweg gelockt. „Die vom Deutschen Wetterdienst prognostizierten stürmischen Stunden waren etwas weniger heftig als befürchtet wurde”, freute sich Alexander Dieper, der den Rosenmontagszug zum letzten Mal leitete. „Der teilweise sogar sonnige Nachmittag hat die kölschen Jecken für die Wetterkapriolen entschädigt. Die Vorsichtsmaßnahmen waren auch im Nachhinein betrachtet genau richtig – auch wenn es mir nach wie vor leid tut, dass wir wegen des starken Windes keine Pferde mitnehmen konnten.”

Insgesamt 78 Gruppen mit rund 12.000 Teilnehmern, 26 Persiflage- und 61 Festwagen hatten sich ab 10:00 Uhr auf den Weg durch die Kölner Innenstadt gemacht. Darunter auch Prominente wie Astronaut Alexander Gerst, die Comedians Bernhard Hoëcker und Ingolf Lück, die Moderatoren Kai Pflaume, Matthias Opdenhövel und Elton sowie die FC-Stars Timo Horn und Anthony Modeste. Rund 300 Tonnen Kamelle, 700.000 Tafeln Schokolade und 300.000 Strüsjer wurden unters Volk gebracht.

„Ich war erstaunt, wie toll die Stimmung am Zugweg war, denn Wind und Regen haben uns zeitweise ganz schön zu schaffen gemacht”, so Zugleiter Alexander Dieper. „Aber dat is Kölle: Wir schunkeln uns solange warm, bis irgendwann die Sonne rauskommt. Großes Kompliment, dass die Zuschauer so mitgespielt haben.” Dabei gab es rechts und links des Zugweges etwas weniger Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften als im Vorjahr: „Das ist auch ein Verdienst der haupt- und ehrenamtlichen Helfer. Alleine 2.100 ehrenamtliche Mitarbeiter waren im Einsatz, in etwa ebenso viele Polizisten aus ganz NRW sowie Rettungsdienste, Feuerwehr, AWB und KVB: Ohne die Unterstützung all dieser Menschen wären herausfordernde Tage wie heute gar nicht denkbar. Daher an alle ein großes Dankeschön!”

Als Schlusspunkt seiner 14 Jahre in der Zugleitung enthüllte Dieper zusammen mit seinem Nachfolger Holger Kirsch im Anschluss an den Zug das Sessionsmotto 2020: „Et Hätz schleiht im Veedel” – eine Hommage an die 86 Stadtviertel Kölns, die die Keimzelle des kölschen Fastelovends sind.