Domgottesdienst: Karnevalistisch besinnlich

  • Gottesdienst der Karnevalisten läutet Session 2019 ein
  • Kollekte geht nach Rom in die Titelkirche des Erzbischofs

Gestern Abend feierten zahlreiche Gäste den Gottesdienst der Karnevalisten im Hohen Dom zu Köln. Mit diesem Gottesdienst im Herzen von Köln wird traditionell die Session 2019 eingeläutet. Gemeinsam starten die Karnevalisten in besinnlicher Atmosphäre in die jecken Tage der kommenden Monate. Im Anschluss daran wird heute Abend das designierte Dreigestirn in sein Amt gehoben.

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki leitete zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Gebhard Müller durch die Messe, die als ökumenischer Gottesdienst die Vielfalt des Kölner Karnevals verdeutlichte. In Anlehnung an den Besuch des Dreigestirns beim Papst bekam der Erzbischof die gleiche Stola überreicht wie der Hohe Vater in Rom nächste Woche. Nach dem Motto „Uns Sproch es Heimat“ wurde auf die Vorderseite das Vaterunser op Kölsch gestickt und die Rückseite ist gemustert mit bunten Vierecken, wie unser kölscher Lappenclown. Wie „Uns Sproch“ ist auch der christliche Glauben eine Heimat. Als Ursprung der karnevalistischen Traditionen ist die Kirche der richtige Ort, vor den aufregenden Session noch einmal Ruhe und Kraft zu tanken.

Der jährliche Segen des Erzbischofs soll für eine reibungslose Session sorgen. Als einen karnevalistischen Dank überreichten der Tanzchor „Die Flöhe“ Kardinal Woelki neben dem diesjährigen Mottoschal auch ein persönliches Krätzchen, welches von den drei Gesellschaften des Dreigestirns zusammen gestaltet wurde, und ein Pittermännchen. Ein weiterer Höhepunkt war das Anzünden der Karnevalskerze, die zuvor vom Erzbischof gesegnet wurde, und die nun bis Aschermittwoch im Hohen Dom brennen wird. Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, zündete die vom Kinderdreigestirn 2019 gestaltete Kerze zusammen mit dem kleinen designierten Kinderdreigestirn selbst an.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von dem Musikzug der Domstädter Köln. Mit den kölschen Klassikern „Unser Stammbaum“ von den Bläck Föös und „Heimat es“ von den Paveiern sorgte das Orchester für Gänsehaut-Momente.

Die diesjährige Kollekte geht an die Kirche San Giovanni Maria Vianney in Rom, die Titelkirche des Erbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki. mMit dem gesammelten Geld soll die Jugendfreizeiteinrichtung der Pfarrerei renoviert werden. So werden die Kinder und Jugendlichen effektiv unterstützt und die pfarrlichen Aktivitäten erleichtert.